Der öffentliche Dienst im November 2025: Unter anderem standen die Tarifrunde der Länder und ein Bundesverfassungsgerichtsurteil an.
Öffentlicher Dienst – Tarifrunde der Länder: Forderungen kommen im November
Im öffentlichen Dienst der Länder begann im November die heiße Phase der Tarif- und Besoldungsrunde 2025/2026.
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Tarifrunde der Länder im öffentlichen Dienst: Gewerkschaften beschließen Forderungspaket
Ver.di und die weiteren Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes haben ihr Forderungspaket für die Länder-Tarifrunde 2025/2026 vorgestellt.
Die Forderungen umfassen:
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7 Prozent mehr Gehalt, mindestens jedoch 300 Euro pro Monat
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+200 Euro für Auszubildende und Praktikanten
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Unbefristete Übernahme nach erfolgreichem Abschluss
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+20 Prozentpunkte auf alle Zeitzuschläge
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Laufzeit: 12 Monate
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Öffentlicher Dienst im November: Wichtige Termine im Überblick
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17. November 2025 – Veröffentlichung der Forderungen
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3. Dezember 2025 – 1. Verhandlungsrunde
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15.–16. Januar 2026 – 2. Verhandlungsrunde
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11.–13. Februar 2026 – 3. Verhandlungsrunde
Bundesverfassungsgerichts-Urteil für den öffentlichen Dienst in Berlin
Das Bundesverfassungsgericht hat die Berliner A-Besoldung für die Jahre 2008 bis 2020 weitgehend verworfen. Rund 95 Prozent der Berliner A-Besoldung waren verfassungswidrig – jetzt drohen dem Land hohe Nachzahlungen. Was dahintersteckt, erfahren Sie im verlinkten Beitrag. Gewerkschaften sprechen von einem “wegweisenden” Bundesverfassungsgerichts-Urteil für den öffentlichen Dienst.
Anpassung Bundesbesoldung
Im November sollte es Bewegung bei der Besoldungsanpassung des Bundes geben. Laut der Deutschen Zoll- und Finanzgewerkschaft, des dbb beamtenbund und der DPolG haben das Bundesinnenministerium (BMI) und das Bundesfinanzministerium (BMF) einen Fahrplan für die Anpassung vorgelegt. So soll sowohl die Besoldungserhöhung als auch die verfassungsrechtlich gebotene Neuregelung der Alimentation im Herbst geregelt werden. Auf eine Anfrage von Öffentlicher Dienst News hat das Bundesinnenministerium auf die Abschlagszahlung verwiesen, die im Dezember ausgezahlt werden. Der Gesetzentwurf werde zeitnah erstellt werden.
Besoldung im öffentlichen Dienst des Bundes: Zwei Vorhaben, ein Gesetz
Ein erster Referentenentwurf, der beide Punkte miteinander verbindet, sollte noch im Herbst 2025 veröffentlicht werden. Die Befassung im Bundeskabinett war für November geplant. Damit rückt auch die gesetzlich geregelte Übertragung des Tarifergebnisses vom April 2025 auf die Beamtinnen, Beamten und Versorgungsempfänger des Bundes in greifbare Nähe.

Die Abschlagszahlung im öffentlichen Dienst für Bundesbeamte kommt im November / Bild: Midjourney – KI-generiert
Abschlagszahlung noch 2025: drei Prozent mehr im Dezember
Um die Beschäftigten nicht länger auf die Umsetzung des Gesetzes warten zu lassen, will die Bundesregierung bereits im Dezember erste Abschlagszahlungen leisten. Mit dem Monatsgehalt wird die Besoldung um 3,0 Prozent erhöht – rückwirkend ab April 2025. Zusätzlich erfolgt eine Nachzahlung für die Monate April bis November. Eine weitere lineare Erhöhung um 2,8 Prozent ist für den 1. Mai 2026 vorgesehen. Voraussetzung bleibt allerdings, dass der Bundestag den Bundeshaushalt 2025 bis Jahresende verabschiedet und damit die vorläufige Haushaltsführung beendet.
Durchbruch bei der Alimentation: Verfassungsgerichtsurteile werden umgesetzt
Besonderes Gewicht haben die Zusagen zur amtsangemessenen Alimentation. Nach Jahren der Verzögerung soll das Bundesgesetz die Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts endlich vollständig umsetzen. Damit ist eine strukturelle Verbesserung der Besoldung insbesondere für Familien zu erwarten. Die Ampel-Regierung war unter anderem an diesem Thema gescheitert. Ein weiteres Ergebnis betrifft die sogenannte Versorgungsrücklage: Der bisher übliche Einbehalt von 0,2 Prozent der linearen Anpassung entfällt bei dieser Runde. Damit erhalten die Beschäftigten die volle Tariferhöhung ohne Kürzung – ein aus Sicht der Gewerkschaften wichtiges Signal nach Jahren der Sparpolitik. Der Gesetzentwurf befindet sich derzeit in der Ressortabstimmung. Nach der Kabinettsbefassung im November soll das Verfahren zügig durch Bundestag und Bundesrat gehen, damit die Besoldungsanpassung rückwirkend wirksam werden kann.
Öffentlicher Dienst: Jahressonderzahlung kommt im November
Der November ist im öffentlichen Dienst der Monat, in dem die umgangsprachlich als Weihnachtsgeld bezeichnete Jahressonderzahlung ausgezahlt wird. Nach dem TVöD sehen die Zahlungen folgendermaßen aus. Alle Angaben ohne Gewähr.
| Jahressonderzahlung TVöD VKA 2025 | |||
| TVöD-VKA | Entgeltgruppen 1 – 8 | Entgeltgruppen 9a – 12 | Entgeltgruppen 13 – 15 |
| Jahressonderzahlung West | 84,51% | 70,28% | 51,78% |
| Jahressonderzahlung Ost | 100 % des West-Niveaus | ||
Feiertage im November 2025
Zudem gibt es zwei regionale Feiertage. Der Buß- und Bettag am 19. November (Mittwoch) wird in Sachsen als Feiertag begangen. Mit zwei Tagen Urlaub kann dieser als Brückentag genutzt werden. Allerheiligen wird an einem Samstag begangen.
| Gedenk- und Feiertag | 2025 | Geltungsbereich |
| Allerheiligen | 01.11.2025 | Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland |
| Buß- und Bettag | 19.11.2025 | Sachsen |
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