Die Beschäftigten im öffentlichen Dienst in Nordrhein-Westfalen können sich 2026 über mehr Gehalt freuen. Nach der Tarifeinigung für die Länder steht 2026 eine Gehaltserhöhung nach dem TVöD an. NRW-Ministerpräsident Henrik Wüst (CDU) hat zudem die Anpassung der Besoldung angekündigt.
Tarifabschluss Öffentlicher Dienst NRW: TV-L bringt 5,8 Prozent mehr Gehalt
Am 14. Februar 2026 haben sich die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) und die Gewerkschaften auf einen neuen Tarifvertrag für die Länder (TV-L) geeinigt. Das Ergebnis sieht eine gestaffelte Entgelterhöhung von insgesamt 5,8 Prozent über 27 Monate vor. Ab dem 1. April 2026 steigen die Gehälter um 2,8 Prozent, mindestens jedoch um 100 Euro. Die zweite Stufe folgt am 1. März 2027 mit weiteren 2,0 Prozent, die dritte Erhöhung um 1,0 Prozent tritt am 1. Januar 2028 in Kraft. Diese Gehaltserhöhung steht, wenn sie endgültig beschlossen ist, allen Landesbeschäftigten in NRW zu. Bis zum 13. März läuft die Erklärungsfrist. Ver.di ruft seine Mitglieder zu einer Abstimmung über den Tarifvertrag auf. Die Bundestarifkommission entscheidet dann final.
Anzeige: Kredite für Angestellte und Beamte im öffentlichen Dienst – Kreditrechner nutzen
Öffentlicher Dienst NRW: Auszubildende erhalten bessere Konditionen
Besonders Auszubildende profitieren: Sie erhalten insgesamt 150 Euro mehr über die Laufzeit des Tarifvertrags. Eine Verwaltungsfachangestellte im ersten Ausbildungsjahr verdient ab April 2026 bereits 1.296 Euro statt bisher 1.236 Euro. Zudem wurden Verbesserungen bei der Übernahme und beim Stufenaufstieg bei guter Abschlussnote vereinbart.
Alle Fakten zu Tarif und Besoldung 2026 gibt es in unserem Newsletter, den aktuell 153.000 Beschäftigte abonniert haben. Sei auch dabei!Tarifabschluss Öffentlicher Dienst NRW: Beamte erhalten 1:1-Übertragung
Die nordrhein-westfälische Landesregierung unter Ministerpräsident Hendrik Wüst hat auf der dbb Jahrestagung Mitte Januar angekündigt, das Tarifergebnis zeit- und wirkungsgleich auf die Beamtinnen und Beamte zu übertragen. Diese 1:1-Übertragung ist in NRW seit Jahren gängige Praxis und wurde auch bei früheren Tarifabschlüssen so gehandhabt. Die Gewerkschaften fordern stets das Tarifergebnis auf den Beamten zu übertragen.
Für die rechtliche Umsetzung muss die Landesregierung ein Besoldungsanpassungsgesetz vorbereiten, über das der Landtag entscheiden wird. Die Erhöhungen betreffen Beamtinnen und Beamte des Landes sowie der Kommunen gleichermaßen. Zudem steht auch in NRW die Frage an, ob die Besoldung in den vergangenen Jahren verfassungskonform war. Das Bundesverfassungsgericht hat dazu ein bahnbrechendes Urteil gefällt. Aktuell steht eine Anfrage bei der NRW-Landesregierung an, die Öffentlicher Dienst News gestellt hat. Wer zur Anpassung der Besoldung auf dem Laufenden bleiben möchte, findet hier eine Prognose der neuen NRW Besoldungstabellen A 2026 bis 2028.
Tarifabschluss Öffentlicher Dienst NRW: Kommunalbeschäftigte im TVöD erhalten Erhöhung im Mai
Neben den Landesbeschäftigten profitieren auch die Angestellten der Kommunen in Nordrhein-Westfalen von Gehaltsverbesserungen. Für sie gilt der Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD), der bereits im April 2025 zwischen der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) und den Gewerkschaften abgeschlossen wurde. Die erste Erhöhung um 3,0 Prozent, mindestens jedoch 110 Euro, erfolgte bereits zum 1. April 2025. Am 1. Mai 2026 folgt nun die zweite Stufe mit einer weiteren Erhöhung um 2,8 Prozent. Diese Regelung gilt für alle TVöD-Beschäftigten bei Bund und Kommunen.
Besonders relevant ist dies für NRW: Laut Statistik von IT.NRW arbeiteten Ende Juni 2024 rund 400.000 bei Gemeinden und Gemeindeverbänden des Landes – eine beträchtliche Zahl der insgesamt über 916.000 Beschäftigten im öffentlichen Dienst Nordrhein-Westfalens. Auch die Beschäftigten im kommunalen Sozial- und Erziehungsdienst erhalten die 2,8-Prozent-Erhöhung zum Mai 2026. Zusätzlich wurde ab 2027 ein weiterer Urlaubstag für alle TVöD-Beschäftigten vereinbart. Die Jahressonderzahlung wird ab 2026 ebenfalls erhöht, mit der Möglichkeit, diese in zusätzliche freie Tage umzuwandeln.
Top-News:
Gehaltserhöhung und Besoldung: Das bringt der April 2026 für Angestellte und Beamte
Hohe Krankenkassenbeiträge: So können Angestellte viel Geld sparen
Altersteilzeit als Auslaufmodell – das leise Ende der Sonderregel
Öffentlicher Dienst TVöD SuE: So hoch fällt die Gehaltserhöhung für Erzieher aus
Interview: Verwaltungsexperte erklärt, warum die Beamtenbesoldung vor einer Jahrhundertreform steht
Bayern verschiebt Anpassung der Beamtenbesoldung um ein halbes Jahr
Beamtenbesoldung: Schleswig-Holstein zahlt nach – was Beamte jetzt bekommen
TVöD 2026: Gehaltserhöhung, Jahressonderzahlung und flexible Arbeitszeitmodelle
Besoldungsrunde 2026: Der lange Weg zur amtsangemessenen Alimentation
Zehn häufige Irrtümer bei der Altersvorsorge – und wie man sie vermeidet
Tarifeinigung im öffentlichen Dienst der Länder: 5,8 Prozent mehr Gehalt in drei Schritten
Öffentlicher Dienst 2026: Die Jahresvorschau für Angestellte und Beamte
Gehalt öffentlicher Dienst 2026: Steuerentlastung kommt nicht auf dem Konto an
Prognose öffentlicher Dienst 2026: Die Entgelttabellen für die kommenden 12 Monate
Ratgeber für den öffentlichen Dienst: Wann Rentner Steuern zahlen müssen
Stellenbörse für den öffentlichen Dienst: Lukrative Jobs im Staatsdienst
KI-Webinar: Einführung in ChatGPT – JETZT ANMELDEN
Aktuelle Informationen zu Gehalt & Besoldung im öffentlichen Dienst
-
- Kostenloser Newsletter für Beamte und Angestellte
- TVöD: Gehalt im öffentlichen Dienst bei Bund und Kommunen
- TVöD Entgeltordnung
- TV-L: Gehalt im öffentlichen Dienst der Länder
- Beamtenbesoldung: Besoldungstabellen
- A13 Beamtenbesoldung für Lehrer, Hauptkommissare und Co.
- Bundeswehr: Besoldung für Soldaten & Offiziere
- Gehalt & Besoldung von Bürgermeistern
Für öffentliche Arbeitgeber!
Jetzt günstige Stellenanzeigen schalten – monatlich 650.000 Fachkräfte erreichen

