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Tarifvertrag Deutsche Post AG 2023: ver.di fordert 15 Prozent mehr für Paketzusteller, Paketboten und Co.

Deutsche Post

ver.di fordert 15 Prozent mehr Gehalt bei der Deutschen Post AG. Die Beschäftigten also Paketboten und Briefträger hätten Anspruch auf Teilhabe am Unternehmenserfolg sowie auf einen Inflationsausgleich.

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) fordert für die rund 160.000 Tarifbeschäftigten bei der Deutschen Post AG eine Tarifsteigerung von 15 Prozent. Die geforderte Laufzeit des Tarifvertrags beträgt zwölf Monate. Die Ausbildungsvergütungen sowie die Entgelte der Studierenden sollen in jedem Ausbildungsjahr monatlich um 200 Euro erhöht werden. Das hat die zuständige ver.di-Tarifkommission im November beschlossen.

Zudem soll für die rund 22.000 Beamten des Unternehmens die so genannte Postzulage fortgeschrieben werden. Sie ist eine postspezifische Form der Sonderzulage für Bundesbeamten.

Deutsche Post AG: ver.di fordert 15 Prozent mehr Gehalt

Der Beschlussfassung durch die Tarifkommission war in der Zeit vom 17. Oktober bis 15. November 2022 eine Befragung der ver.di-Mitglieder in den Betrieben der Deutschen Post AG vorausgegangen. An ihr haben sich bundesweit 43.139 Mitglieder beteiligt. Das Ergebnis habe eindeutig gezeigt, dass die Beschäftigten den Inflationsausgleich und darüber hinaus die Teilhabe am Unternehmenserfolg erwarten, teilte ver.di mit.

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Auslaufender Tarifvertrag 2021/2022: Fünf Prozent in zwei Stufen

Briefboten, Paketzusteller und Co. bei der Deutschen Post bekommen laut neuem Tarifvertrag fünf Prozent mehr Geld in zwei Stufen. Zudem eine Einmalzahlung von 300 Euro vereinbart. Auch die Postzulage für Beamte konnte gesichert werden.

In der dritten Runde 2020 für einen neuen Tarifvertrag bei der Deutschen Post AG haben sich ver.di und Arbeitgeber für die bundesweit rund 140.000 Tarifbeschäftigten auf eine Entgeltsteigerung von 5,0 Prozent in zwei Stufen geeinigt. Zudem gibt es eine deutlich höhere Auszubildenden-Vergütungen und eine Verlängerung des Ausschlusses betriebsbedingter Kündigungen bis zum 31. Dezember 2023.

Deutsche Post Tarifvertrag 2021

„Das ist ein gutes Verhandlungsergebnis, das für die Beschäftigten eine nachhaltige Lohnerhöhung, Sicherheit und Perspektive bringt. Ohne das starke Engagement unserer Mitglieder wäre dies so nicht möglich gewesen“, sagte die stellvertretende ver.di-Vorsitzende und Verhandlungsführerin Andrea Kocsis. So hätten sich in den vergangenen zwei Wochen an sechs Streiktagen rund 22.000 Beschäftigte an über 300 Standorten an Warnstreiks beteiligt. Die ver.di-Konzerntarifkommission hat das Tarifergebnis einstimmig angenommen. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 28 Monaten bis zum 31. Dezember 2022.


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Lohnerhöhung Deutsche Post: Erste Steigerung 2021

Das Tarifergebnis regelt unter anderem:

  • eine Lohnerhöhung von 3,0 Prozent zum 1. Januar 2021
  • eine weitere Lohnerhöhung von 2,0 Prozent zum 1. Januar 2022
  • die Vergütungen für Auszubildende und dual Studierende steigen zum 1. Januar 2021 um 50 Euro monatlich
  • zum 1. Januar 2022 erhöhen sich die Ausbildungsvergütung um weitere 40 Euro.

Einmalzahlung für Mitarbeiter der Deutsche Post

Zudem sieht das Tarifergebnis eine Einmalzahlung in Höhe von 300 Euro vor. Teilzeitbeschäftigte mit einer Wochenarbeitszeit über der Hälfte der Wochenarbeitszeit einer Vollzeitkraft erhalten ebenfalls die volle Einmalzahlung in Höhe von 300 Euro; Teilzeitbeschäftigte mit einer Wochenarbeitszeit bis einschließlich der Hälfte der Wochenarbeitszeit einer Vollzeitkraft erhalten einmalig 150 Euro. „Damit profitieren Teilzeitbeschäftigte überproportional von der Einmalzahlung“, so Kocsis. Auszubildende und dual Studierende erhalten einmalig 150 Euro.

Postzulage für Beamte

Zudem einigten sich die Tarifvertragsparteien darauf, die Postzulage für Beamte bis zum 31. Dezember 2022 fortzuschreiben. Darüber hinaus wird der Schutz vor der Fremdvergabe von Zustellbezirken um ein Jahr bis zum 31. Dezember 2021 verlängert. Die bestehende Wahloption für Beschäftigte, Lohnerhöhungen in Freizeit umzuwandeln, wurde auf bis zu 202 Stunden im Kalenderjahr erweitert.

Bezahlung für Paketboten

Aktuelle Stellenangebote für Paketboten in Brandenburg sehen unter anderem einen Bruttostundenlohn von 13,65 Euro vor. Die Post wirbt damit, dass dieser Lohn über dem aktuell geltenden gesetzlichen Mindestlohn von 9,35 Euro (2020) bzw. 9,50 Euro (2021) liegt. Zudem erhalten sie Sonderzahlungen in Form von Urlaubs- und Weihnachtsgeld.