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IT-Spezialisten im öffentlichen Dienst: Berufe, Gehalt, Zulagen, Chancen

IT Experten für den öffentlichen Dienst

Der öffentliche Dienst, also Behörden wie Kommunen, suchen dringend IT-Spezialisten. Gehalt, Sicherheit oder Verbeamtung lassen den öffentlichen Dienst als Arbeitgeber für Informatiker und Co. besser abschneiden als häufig dargestellt.

Informatiker sitzen heute am längeren Hebel, wenn es um die Suche nach dem Arbeitsplatz geht. Sie sind derzeit wahrscheinlich die begehrteste Berufsgruppe überhaupt. Eine Studie von PwC und WifOR besagt, dass bis 2030 vor allem bei den ITK-Fachkräften jede sechste Stelle nicht mehr besetzt werden kann. Es gibt also mehr offene Stellen als qualifizierte Arbeitnehmer – gerade für Länder und Kommunen, besonders in den neuen Bundesländern und auf dem Land, sind IT-Experten begehrt. Der Grund für die vielen freien IT-Stellen im Öffentlichen Dienst ist unter anderem, dass dieser in der Konkurrenz zur freien Wirtschaft nicht als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen wird. Vorurteile und Klischees im Vergleich zu Unternehmen der freien Wirtschaft lasten auf den öffentlichen Arbeitgeber, der auf den zweiten Blick für viele IT-Spezialisten sogar die bessere Wahl sein könnte.

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Karrierechancen als IT-Spezialist, Informatiker: Öffentlicher Dienst mit Vorteilen

Die freie Wirtschaft ist ein hartes Pflaster. Wer hier Karriere machen will, muss auch immer wieder entsprechende Gehaltverhandlungen erfolgreich abschließen und darf sich nicht vor kurzfristiger Arbeitslosigkeit oder Kurzarbeit erschrecken. Nicht alle IT-Experten sind auch Karriere-Haie und manch einer kann schon wochenlang vorher nicht mehr ruhig schlafen, wenn eine Gehaltsverhandlung ansteht. Zudem kommt, dass Umstrukturierungen und Marktschwankungen auch dem besten Angestellten in der Privatwirtschaft den Wind aus den Karriere-Segeln nehmen können.

IT-Fachkräfte im öffentlichen Dienst: Gehalt, Besoldung, Zulagen und Prämien

Im Öffentlichen Dienst sieht die Sache vollkommen anders aus. Gezahlt wird nach einem einheitlichen Tarifvertrag (TVöD bei Bund und Kommunen, TVL bei den Ländern). Beamte erhalten Beamtenbesoldung. Wobei es mit der Bezahlung noch lange nicht getan ist. Zudem gibt es Zulagen, eine Jahressonderzahlung und Prämien (etwa den Coronabonus) stocken die Summe am Ende auf. Auch deshalb ist es schwierig, den Öffentlichen Dienst mit der freien Wirtschaft direkt zu vergleichen, was das Gehalt betrifft. Auf den ersten Blick scheint der Verdienst in der freien Wirtschaft höher zu sein. Bei genauem Hinschauen kann aber unter Umständen der Öffentliche Dienst durchaus mithalten.

Sicherheit und Planbarkeit im öffentlichen Dienst

Zudem gibt es auch noch einige andere Vorteile im öffentlichen Dienst:

  • Lebenslange Arbeitsplatzsicherheit

Nach 15 Arbeitsjahren im Öffentlichen Dienst und bei einem Mindestalter von 40 Jahren werden die Angestellten in der Regel unkündbar. Ein sicherer und zuverlässiger Arbeitgeber ist kaum vorstellbar.

  • Genaue Planbarkeit

Dank der Tarifverträge sind die Gehaltserhöhungen voraussehbar. Das macht große Anschaffungen und die Familienplanung einfach und sorgt für wenig Stress.

  • Sichere Altervorsorge

Die Altersvorsorge ist nicht bei jeder Stelle im öffentlichen Dienst gleich, schneidet aber im Vergleich immer gut ab. Die Betriebsrente ist bei privaten Arbeitgebern keine Selbstverständlichkeit. Hier müssen sich viele mit einem Teil des letzten Gehaltes an Rente zufriedengeben, nachdem sie 45 Jahre lang in die Rentenkasse eingezahlt haben.

  • Gewerkschaften

Gewerkschaften wie ver.di, GEW, GdP, IG BAU oder der Beamtenbund handeln regelmäßig neue Tarifverträge für den Öffentlichen Dienst aus. Die nächsten Tarifverhandlungen beginnen im Januar 2023.

  • Urlaub

Im Öffentlichen Dienst gibt es in der Regel 30 bezahlte Urlaubstage pro Jahr.

  • Weihnachtsgeld / Jahressonderzahlung

Jedes Jahr gibt es zwischen 50 und 80 Prozent des Monatsgehalts als Jahressonderzahlung, auch als Weihnachtsgeld bekannt.

  • Öffentlicher Personennahverkehr

Arbeitgeber der Öffentlichen Hand bezahlen in mehreren Bundesländern die ÖPNV-Ticket für die öffentlichen Verkehrsmittel. Soldaten fahren auch kostenlos in Zügen.

  • Flexible Arbeitszeiten

Starre Strukturen und wenig Flexibilität werden der Arbeit im Öffentlichen Dienst zu Unrecht nachgesagt. Teilzeitmodell sind im öffentlichen Dienst an vielen Stellen die Regel.

Fazit für Programmiere und Co.: Insgesamt haben die IT-Experten im öffentlichen Dienst eine lange Reihe an zusätzlichen Vorteilen und Privilegien, die nicht so leicht in Geld aufzurechnen sind.

IT Eingruppierung: Einstiegsgehalt und Gehaltsentwicklung

Die Eingruppierung erfolgt im öffentlichen Dienst in der Regel nach der vorhanden Berufserfahrung und der Qualifikation. So gilt:

  • Entgeltgruppe 1 bis 4: Angelernte und ungelernte Beschäftigte
  • Entgeltgruppe 5 bis 8: Beschäftigte, die eine dreijährige Berufsausbildung absolviert haben
  • Entgeltgruppe 9 bis 12: Beschäftigte, die einen Fachhochschulstudium oder einen Bachelorabschluss haben
  • Entgeltgruppe 13 bis 15: Für Beschäftigte mit einem abgeschlossenen Hochschulstudium, einem Masterabschluss, Diplom oder einem vergleichbaren Ausbildungsabschluss.

Als IT-Spezialist egal mit welcher Berufsbezeichnung liegt in der Regel mindestens eine Berufsausbildung häufig ein abgeschlossenes Studium zu Grunde: Damit verdienen Digitalisierungsexperte grob gesagt je nach Qualifikation und Erfahrung zwischen rund 40.000 Euro und etwa 90.000  Euro im Jahr.

Gehalt & Besoldung für IT-Experten, Programmierer und Co.

Genaue Einblicke gewährt der Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD). Je nach Qualifizierung, Position und Zeit der Zugehörigkeit ist genau zu festgelegt, was an Einstiegsgehalt und an Gehaltsentwicklung für Informatiker im Öffentlichen Dienst zu erwarten ist. Die Eingruppierung erfolgen in der Regel zwischen Entgeltgruppe E 9 bis zur höchsten Entgeltgruppe E 15. Je länger man dabei ist, um so weiter steigen die Beschäftigten in den Entgeltstufen nach oben.

Hinweis der Redaktion: Dieser Text dient nur einer groben Orientierung. Die Eingruppierung im öffentlichen Dienst ist ein komplexes Thema. Bei Fragen zur Eingruppierung sollten Sie sich an die Gewerkschaften im öffentlichen Dienst (ver.di, GEW, IG BAU, GdP) oder den Betriebsrat bzw. Personalrat wenden. 

TVöD-Entgelttabelle Kommunen VKA 2022

Gültig vom 01.04.2022 – 31.12.2022

Euro 1 2 3 4 5 6
E 15 5017,06 5358,22 5738,77 6258,28 6792,69 7144,27
E 14 4542,98 4851,90 5255,33 5703,01 6202,05 6560,31
E 13 4187,45 4526,02 4911,44 5329,90 5822,30 6089,52
E 12 3752,91 4142,50 4597,79 5102,97 5695,74 5977,00
E 11 3622,16 3980,48 4317,18 4682,47 5182,41 5463,69
E 10 3492,26 3773,01 4092,18 4438,33 4823,79 4950,36
E 9c 3390,37 3640,83 3913,20 4206,69 4522,19 4748,36
E 9b 3180,94 3415,70 3563,00 3998,95 4257,27 4556,50
E 9a 3069,16 3271,39 3468,21 3906,05 4005,11 4258,04

Angaben ohne Gewähr

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Karrierechancen als Informatiker im Öffentlichen Dienst

Ähnlich verhält es sich nach der Verbeamtung. Generell besteht für IT-Experten auch eine gute Chance für den Aufstieg. Normalerweise ist für den gehobenen Dienst ein Bachelorstudium als Beamter entspricht das dann A 9 bis A 13.

Für den höheren Dienst ist ein Masterabschluss oder ein Doktortitel notwendig und kann dann bis E 13 bis E 15, beziehungsweise als Verbeamteter bis A 16 reichen und dementsprechend entlohnt werden. Aber auch Quereinsteiger haben beispielsweise mit der Ausbildung zum Fachinformatiker unter Umständen Chancen auf den höheren Dienst Ausbildung und Qualifikation werden häufig von verschiedenen kommunalen und Landes-Behörden unterschiedlich eingruppiert.

Anwendungsentwickler im öffentlichen Dienst

Anwendungsentwickler zu werden ist bereits mit Fachhochschulreife oder Abitur und einer entsprechenden dreijährigen Fachausbildung möglich. Anwendungsentwickler kennen sich mit verschiedenen Programmiersprachen aus und beherrschen auch den Umgang mit unterschiedlichen Betriebssystemen. Für die interne Anwendung entwickeln sie Programme und Datenbanken. Als Anwendungsentwickler, etwa in der Stadtverwaltung, steigen Newcomer bei Gehaltstufe E 10 ein. Das Einstiegsgehalt liegt dann bei ca. 40.000 im Jahr.

Softwareingenieur für Behörden und Ämter

Nur wer ein entsprechendes technisches Studium abgeschlossen hat, darf sich als Softwareingenieur bezeichnen. Der akademische Hintergrund unterschiedet damit den Softwareingenieur vom nicht so klar definierten Softwareentwickler. Im Gegensatz zum klassischen Programmierer ist die Aufgabe des Softwareengineers die konzeptionelle Ausgestaltung der Softwareprozesse. Optimierung von Produktivität und Qualität der Softwareentwicklung stehen dabei im Vordergrund. Softwareingenieure entwickeln neue Konzepte und sind vielfältig einsetzbar. In der Verwaltung haben sie auch organisatorische und koordinatorische Aufgaben über. Gehaltlich kann die Rolle des Softwareingenieurs im öffentlichen Dienst bei E 10 beginnen, die Aufstiegschancen sind nach oben offen.

Webentwickler für Webseiten von Behörden und Kommunen

Webentwickler sind mit der Erstellung und Instandhaltung von Apps und Programmen beauftragt, die notwendig sind, um entsprechende Websites und Plattformen zu betreiben. Der Öffentliche Dienst hat verschiedene hochkomplexe Portalsysteme, für deren Erstellung und Wartung der Webentwickler eine wichtige Rolle spielt. Voraussetzung ist ein abgeschlossenes Studium oder eine Fachausbildung. Der Berufseinstieg im Öffentlichen Dienst beginnt bei Entgeltstufe E 10.

Systemadministrator: Die Server im Blick

Systemadministratoren haben in der Regel ein Studium in Informationstechnologie oder Informatik abgeschlossen; aber auch Quereinsteiger wie Physiker, Mathematiker und Ingenieure können diesen Beruf ergreifen. Betriebsinformatiker, Informatiktechniker und Einsteiger aus anderen Ausbildungsberufen können ebenfalls Systemadministratoren sein. Die Verwaltung von Servern und Arbeitsplatzrechnern, sowie die Betreuung und Beratung der Anwender gehören zu den Aufgaben des Systemadministrators. Mit der Entgeltstufe von E 10 ist der Systemadministrator im Öffentlichen Dienst gegenüber der Konkurrenz in der freien Wirtschaft besonders gut bezahlt.

Programmierer: Die digitale öffentliche Verwaltung voranbringen

Programmierer haben entweder ein entsprechendes Studium oder kommen auch als Quereinsteiger in den Beruf. Sie entwickeln Software und erweitern und optimieren mithilfe von einer oder mehrerer Programmiersprachen Programme. Berufserfahrung und praktisches Know-How sind in dieser Rolle besonders wichtig. Im Öffentlichen Dienst steigen qualifizierte Programmierer bei Entgeltstufe E 11 ein.

Datenbankadministrator: Magister der Register

Eine abgeschlossene Ausbildung zum Fachinformatiker und Berufserfahrung in Datenbankadministration sind Grundvoraussetzung für die Arbeit als Datenadministrator. Gerade im Öffentlichen Dienst sind große Datenbanken und deren Pflege, Wartung, sowie der entsprechende Datenschutz ein wichtiges Thema. Dementsprechend hat der Datenbankadministrator eine Schlüsselrolle in der Organisation der Datenbanken und wird mit Entgeltstufe E 11 vergütet. Das entspricht einem Einstiegsgehalt von jährlich gut 42.000 Euro.

Frontend-Entwickler für Software in der öffentlichen Verwaltung

Nach dem Abschluss eines Informatikstudiums oder der Ausbildung zum Fachinformatiker müssen Frontend-Entwickler für ihre Qualifikation viel praktische Erfahrung sammeln. Kenntnisse in JavaScript, Python oder einem vergleichbaren Framework sind unverzichtbar. Der Frontend Developer entwickelt dynamische Anwendungen für das Frontend und konzipiert moderne und nutzerfreundliche User-Interfaces und Responsive Designs für Websites oder andere Webanwendungen. Mit einem Einstiegsgehalt von gut 44.000 Euro im Jahr kann im Öffentlichen Dienst bei Entgeltgruppe 12 gerechnet werden.

DevOps Engineer im öffentlichen Dienst

Voraussetzung für die Arbeit als DevOps Engineer ist eine Ausbildung als Fachinformatiker oder ein Studium in Informatik, Wirtschaftsinformatik oder Fachinformatik. Wichtig sind die Kenntnisse der Softwareentwicklung im administrativen Bereich. Der DevOps Engineer vereint die Rolle des Software Developers und des System Engineers und ist so Entwickler und Administrator zugleich. Der DevOps Engineer wacht über den gesamten Produktlebenszyklus von Softwareprodukten. Im Öffentlichen Dienst wird diese wichtige Rolle mit einem jährlichen Einstiegsgehalt von 44.000 Euro bei Entgeltgruppe 12 vergütet.

SAP Consultant: Experte für Module

SAP-Consultants haben die Aufgabe, die ERP-Software (Enterprise-Resource-Planning-Software) von SAP einzuführen. Die SAP-Umgebung besteht aus verschiedenen Modulen. Dazu gehören Buchhaltung und Controlling, Logistik, Vertrieb und Qualitätsmanagement. Diese wichtige Rolle wird im Öffentlichen Dienst als Entgeltstufe 13 eingestuft. Nach 15 Jahren beträgt das Jahresgehalt gut 70.000 Euro.

Scrum Master für öffentlichen Dienst

Der Scrum Master ist Mitglied des Scrum Teams und ein sogenannter Facilitator. Er agiert als Moderator, Vermittler, Prozessbegleiter, Unterstützer und Coach. Er fördert das Team und ist gleichzeitig als echte Führungskraft für die Einhaltung der Regeln verantwortlich. Zusätzlich zu tiefen praktischen und technischen Kenntnissen der Materie und ausgezeichneten Leadership-Skills kann der Scrum Master eine entsprechende Zertifizierung nachweisen. Bei der Arbeit im Öffentlichen Dienst wird der qualifizierte Scrum Master in der Regel mit einer Entgeltgruppe E 13 eingestellt.

IT-Sicherheitsexperte für die öffentliche digitale Infrastruktur

Gerade im Öffentlichen Dienst haben IT-Sicherheitsexperten einen besonders hohen Stellenwert. Man denke nur an die Polizei, aber auch an die vielen Plattformen, die sensible medizinische und anagrafische Daten der Bürger verwalten und bearbeiten. Cybercrime ist ein echtes Risiko und der IT-Sicherheitsexperte erkennt die Gefahren und die Schwachstellen im Idealfall schon im Voraus und behebt diese noch bevor ein Schaden entstehen kann. Bedrohungsanalysen und Detection Tools sind die Instrumente, mit denen die Sicherheitsexperten arbeiten. Durch eine Spezialisierung werden Sicherheitsexperten IT-Forensiker beim Bundeskriminalamt, entwickeln neue Lösungen als IT-Security Engineer, werden IT-Security-Consultant oder erstellen neue Sicherheitskonzepte als IT-Security-Architekt. Mit Entgeltstufe 14 liegt das Einstiegsgehalt bei gut 53.000 Euro im Jahr, nach 15 Jahren bekommen IT-Sicherheitsexperten im Öffentlichen Dienst gut 75.000 Euro jährlich bezahlt.

IT-Projektmanager: Manager mit Marketing-Skills

Als IT-Projektmanager beginnt das Grundgehalt in Gehaltsstufe E 12. Als Admin fängt die Bezahlung aber schon bei E 14 an. Hoch sind auch die Ansprüche an den IT-Projektmanager. Verschiedene Faktoren stehen im Zusammenspiel: Management und Marketing. Als Vorbereitung für diesen Beruf ist deshalb ein Informatik- oder BWL-Studium, bei dem die Basis-Skills erworben werden, die dann im Beruf weiter ausgebaut werden. Mit dem notwendigen Know-how über Finanzen, Vertrieb und Kundenservice meistern IT-Projektmanager auch große Herausforderungen im öffentlichen Dienst. Hohe Kommunikationsfähigkeit und das Treffen von wirtschaftlichen Entscheidungen in enger Zusammenarbeit mit dem Qualitätsmanagement sind die größten Herausforderungen in der Rolle.

IT-Architekt für Bundesbehörden

Zusätzlich zum entsprechenden Studium können Berufsanwärter entsprechende Zertifizierungen über Kurse für Software-Architekten erhalten. Der IT-Architekt entwickelt Software-Anwendungen, setzt Strategien auf und vermittelt Softwarelösungen. Projektleitung und regelmäßiges Upgrade der IT-Strukturen gehören zu den Aufgaben. Die Berufsbezeichnung ist nicht gesetzlich geschützt und je nach Einsatzgebiet können die Aufgaben des IT-Architekten variieren. Für ihre große Verantwortung bekommen IT-Architekten im öffentlichen Dienst ein Einstiegsgehalt von 53.000 Euro im Jahr, das in 15 Jahren Dienst auf gut 75.000 Euro steigt.

IT-Consultant bzw. Digitalisierungsexperte für Kommunen und Behörden

Der richtige Umgang mit der Digitalisierung ist für den Öffentlichen Dienst eine steigende Priorität. Dementsprechend gefragt sind Digitalisierungsexperten. Hier ist außer einem passenden Studium umfassendes Wissen über Bereiche wie IT-Sicherheit, Nutzerverhalten, mögliche verschiedene Wege zur Effizienzsteigerung und auch Wissen und Verständnis über die zukünftige Entwicklung gefragt. Im öffentlichen Dienst wird ein IT-Consultant mit der Entgeltstufe 14 eingestellt.

IT-Projektleiter bzw. System Engineer für öffentliche Arbeitgeber

Planung, Organisation und Steuerung sind Aufgaben für den IT-Projektleiter. Die Durchführung eines Softwareentwicklungsprojekts oder eines neuen Servernetzwerks steht beispielsweise unter dessen Verantwortung. Erstellung und Überwachung von Projekten, sowie Koordination der damit beauftragten Mitarbeiter fallen in den Aufgabenbereich dieser Rolle. Er ist die Schnittstelle zwischen Anwendungsentwicklung, Anwendern, Kunden und Mitarbeitern. Organisationstalent und ein gutes Zeitmanagement gehören zu den Grundvoraussetzungen für die Arbeit, die in jedem Fall mindestens ein abgeschlossenes Masterstudium vorsieht. Im Öffentlichen Dienst bezieht der System Engineer Entgeltstufe E 14.

Software Development Team Lead

Als Verantwortliche für ein Entwicklerteam müssen Software Development Team Leads das Beste aus ihren Teammitgliedern holen. Viele Aufgaben und große Verantwortung charakterisieren diese Rolle. Zusätzlich zu ausgezeichneter Programmierfähigkeit ist im Alltag auch die Planung, Organisierung und Evaluierung für das Team ausschlaggebend. Ein Studium der Informatik oder Wirtschaftsinformatik steht an der Basis, während zusätzlich hervorragende Softskills ausschlaggebend für den Erfolg in dieser Karriere sind. Mit Entgeltstufe 15 liegt der Verdienst als Newcomer für diese Rolle im Öffentlichen Dienst im ersten Jahr bei gut 58.000 Euro.

Führungspositionen: IT-Leiter, CISO, CTO im öffentlichen Dienst

Für diese leitenden Positionen liegt das Einstiegsgehalt im Öffentlichen Dienst bei Entgeltstufe E 15 Ü, was einem Jahresgehalt von gut 71.000 Euro im ersten Jahr entspricht, nach 15 Jahren können es die erfahrenen IT-Führungskräfte im öffentlichen Dienst auf jährlich über 92.000 Euro bringen – ganz zu schweigen von den Vorteilen der Verbeamtung.