Die TVöD-Erhöhung ist immer noch nicht ausgezahlt. Lesen Sie jetzt, was der aktuelle Stand ist.
Update, 4. September 2025
Umfrage zur Auszahlung der TVöD-Gehaltserhöhung
Wann kommt die TVöD-Gehaltserhöhung? Eine Frage, die sich viele stellen. Öffentlicher Dienst News fragt nach. Teile uns deine Meinung mit. Ist das Geld bereits bei dir angekommen? Wie bewertest du das Verhalten der Arbeitgeber?
Zur Umfrage: Deine Meinung zählt: Hast du die TVöD-Gehaltserhöhung endlich bekommen?
Update, 3. September
Hätte die TVöD-Erhöhung längst ausgezahlt werden können? Diese Auffassung vertritt Hanna Binder, stellvertretende verdi-Landesbezirksleiterin und Fachbereichsleiterin für den öffentlichen Dienst. „Die Prozentzahlen der Einigung vom April 2025 waren nie strittig, insofern hätte die Auszahlung schon lange vorbereitet und eigentlich auch im Mai oder Juni schon angewiesen werden können“, sagte sie dem “Staatsanzeiger”.
„Dieses beispiellos lange Verfahren auf dem Rücken der Beschäftigten belastet die Sozialpartnerschaft im öffentlichen Dienst ohne Not“, so Binder. „Wir haben leider keine landesweiten konkreten Infos, wann jetzt in der Regel ausgezahlt wird. Wir rechnen aber in den meisten Fällen mit Oktober beziehungsweise viertem Quartal“, so Binder.
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Update, 31. August 2025
Während Arbeitnehmer in anderen Branchen ihre Gehaltserhöhungen direkt im Anschluss an die Tarifverhandlungen erhalten, warten 2,5 Millionen Beschäftigte im öffentlichen Dienst der Kommunen immer noch auf die höheren Entgelte. Doch wann kommt das Geld endlich an? Wir haben bei den kommunalen Arbeitgeberverbänden und Städten nachgefragt.
Öffentlicher Dienst: Einige Kommunen gehen voran und setzen TVöD-Tariferhöhung zügig um
Während viele Beschäftigte im öffentlichen Dienst weiterhin auf die Auszahlung ihrer tariflich vereinbarten Gehaltserhöhung warten, zeigt sich die Stadt Würzburg als positives Beispiel. Dort ist die Umsetzung der TVöD-Tarifanpassung bereits auf dem Weg. Mit dem Augustgehalt wird die Erhöhung in diesen Tagen ausgezahlt – rückwirkend zum 1. April 2025. Die Verwaltung hat damit schneller reagiert als viele andere Städte im Freistaat, in denen es nach wie vor keine verbindlichen Termine gibt, berichtet der BR. Die Stadt Würzburg zeigt: Wer vorbereitet ist, kann den Beschäftigten zügig das zustehende Plus auszahlen. Insgesamt erhalten die Angestellten drei Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 110 Euro monatlich, rückwirkend zum 1. April. Auch Auszubildende profitieren von einer monatlichen Pauschale von 75 Euro mehr. In Zeiten hoher Lebenshaltungskosten ist das für viele ein wichtiges Signal – und ein klares Zeichen der Wertschätzung. Auch in anderen Kommunen ist das Geld mittlerweile auf dem Weg bzw. ausgezahlt worden.
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Update: 21. August 2025
TVöD-Tariferhöhung: Gewerkschaft kritisiert kommunale Arbeitgeber
Auch in Hessen wächst der Unmut über die schleppende Auszahlung der Gehaltserhöhungen im öffentlichen Dienst. Bereits im April 2025 hatten sich die Tarifparteien auf eine Entgelterhöhung im Rahmen des TVöD-Tarifabschlusses geeinigt: 3 Prozent mehr Lohn ab April – mindestens jedoch 110 Euro monatlich – sowie 75 Euro mehr für Auszubildende. Zudem wurden höhere Zulagen ab Juli 2025 vereinbart. Doch vielerorts warten die Beschäftigten noch immer auf die Auszahlung.
Jens Ahäuser, Tarifkoordinator von ver.di Hessen, kritisiert besonders den Ablauf der Redaktionsverhandlungen, die erst im Juli abgeschlossen wurden. Zwar sei nachvollziehbar, wenn die Zahlungen nicht mehr in die August-Abrechnung eingeflossen seien, doch spätestens im September hätte das Geld kommen müssen. Stattdessen berichten viele Mitglieder nun von einer Auszahlung im Oktober. „Die Tabellenwerte stehen längst fest – es gibt keine sachlichen Gründe mehr für diese Verzögerung“, so Ahäuser. Auch ver.di-Landesbezirksleiterin Natalie Jopen äußert deutliche Kritik: Die verspätete Auszahlung sende ein falsches Signal an die Beschäftigten, die weiter ihre Arbeit leisteten und auf das Geld angewiesen seien. „Bei einem Mindestbetrag von 110 Euro summieren sich allein bis August bereits 550 Euro. Gute Sozialpartnerschaft sieht anders aus.“
Zahlbarmachungsrundschreiben für TVöD-Tariferhöhung liegt vor – Programmierung der Gehaltssoftware im öffentlichen Dienst läuft
Seit Anfang August haben die kommunalen Arbeitgeberverbände grünes Licht für die Auszahlung gegeben. Das entscheidende Zahlbarmachungsrundschreiben erreichte die Kommunen zwischen dem 1. und 4. August 2025. Doch damit beginnt erst der technische Marathon. Der Kommunale Arbeitgeberverband Baden-Württemberg (KAV BW) veröffentlichte seine Umsetzungshinweise am 4. August. „Die Auszahlung wird voraussichtlich ab September 2025, gegebenenfalls auch erst im Oktober erfolgen können aufgrund des bestehenden Programmieraufwandes“, teilt der Verband auf Anfrage von Öffentlicher Dienst News mit. Ähnlich klingt es aus anderen Bundesländern: Der KAV Bremen gibt bekannt, dass „die Umsetzung der Tariferhöhung noch im August für einige Mitglieder wohl nicht zu schaffen sein wird, so dass dann eher im September mit einer Umsetzung zu rechnen ist.“
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Unterschiedliche Zeitpläne für die TVöD-Auszahlung in den Kommunen
Die konkreten Auszahlungstermine variieren je nach Verwaltung und deren technischen Möglichkeiten erheblich. Während einige Städte optimistisch auf September setzen, planen andere erst für das vierte Quartal. Die Stadt Flensburg antwortet auf Anfrage: „Die Tarifumsetzung erfolgt mit der Septemberabrechnung.“ Auch Rostock strebt eine „Auszahlung für den Abrechnungslauf September“ an, sofern alle Unterlagen vorliegen.
Andere Kommunen sind vorsichtiger. Eine Umfrage der Stuttgarter Nachrichten bei den großen kommunalen Arbeitgebern der Region Stuttgart brachte unterschiedliche Hinweise auf die geplante Auszahlung: „Aufgrund der langen Verhandlungsrunden und Redaktionszeiten haben wir dazu noch keine Durchführungshinweise vom Verband kommunaler Arbeitgeber”, teilt ein Sprecher der Stadt Esslingen mit. „Daher rechnen wir aktuell damit, dass eine Auszahlung des erhöhten Entgelts erst im vierten Quartal möglich sein wird.”
Gehaltsauszahlung im öffentlichen Dienst: IT-Dienstleister als Flaschenhals
Der Grund für die Verzögerungen liegt in der komplexen technischen Umsetzung. Viele Kommunen sind auf externe IT-Dienstleister angewiesen, die erst die neuen Tarifdaten in ihre Abrechnungssysteme einpflegen müssen.
„Wann konkret die Programmierungen für die Auszahlung der Entgelterhöhung abgeschlossen sind, können wir nicht abschätzen. Dies wird auch von dem jeweiligen Dienstleister abhängen“, erklärt der KAV Bayern. Mit 3.300 Mitgliedern allein in Bayern wird deutlich, welche logistische Herausforderung dahintersteckt.
Gewerkschaft übt scharfe Kritik über Verzögerung an TVöD-Auszahlung
Die Verzögerungen sorgen für massive Kritik seitens der Gewerkschaften. „Es geht hier um keine Petitesse, sondern um viel Geld, das den Kolleginnen und Kollegen für den täglichen Bedarf und nun auch sicher für den Sommerurlaub fehlt“, kritisiert Maike Schollenberger, Landesvorsitzende von ver.di Baden-Württemberg.
Besonders die Argumentation der Arbeitgeber mit technischen Hürden stößt auf Unverständnis. „Die VKA hat das Zahlbarmachungsrundschreiben bereits am 1. August an die kommunalen Arbeitgeberverbände verschickt“, so Schollenberger. Die Gewerkschafterin wirft den Arbeitgebern vor, sich nicht rechtzeitig auf die Umsetzung vorbereitet zu haben. „Wie unverfroren nun bereits Anfang August über Auszahlungstermine im Oktober oder im vierten Quartal gesprochen wird, zeigt uns: KAV und kommunale Arbeitgeber haben den Ernst der Situation nicht verstanden und nehmen ihre Beschäftigten nicht ernst“, sagte sie den Stuttgarter Nachrichten.
Öffentlicher Dienst: Nachzahlung ab April gesichert
Trotz aller Verzögerungen steht fest: Die Beschäftigten erhalten ihr Geld rückwirkend zum 1. April 2025. Die vereinbarte Gehaltsaufbesserung von 3,0 Prozent, mindestens jedoch 110 Euro monatlich, wird komplett nachgezahlt – inklusive aller Monate seit dem Tarifabschluss im öffentlichen Dienst. Für Beschäftigte der Versorgungsbetriebe, hauptsächlich bei Stadtwerken, gilt der 1. Juni als Stichtag für die rückwirkende Zahlung.
Finanzielle Leistungen durch die Kommunen
Die Entgelterhöhungen bringen kommunale Haushalte unter Druck. Rostock beispielsweise weist bereits ein negatives Ergebnis für 2025 aus. „Die beschlossenen Tariferhöhungen führen zu zusätzlichen Belastungen, die eine spürbare Mehrbelastung für den städtischen Haushalt darstellen“, erklärt die Verwaltung. Freiburg hingegen zeigt sich gelassener: „Tarifsteigerungen waren im Haushaltsplan einberechnet. Der Abschluss ist ein Kompromiss, der sowohl die berechtigten Interessen der Mitarbeitenden berücksichtigt als auch die angespannten Haushaltslagen der Kommunen.“
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