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Uniklinika Baden-Württemberg Tarifverhandlungen: 10,5 Prozent mehr Gehalt gefordert

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Die Beschäftigten an den Unikliniken in Baden-Württemberg sollen 10,5 Prozent, mindestens aber 375 Euro mehr Gehalt bekommen. Das fordert die Gewerkschaft. Im Fokus stehen unter anderem die Psychotherapeuten in Ausbildung.

Die Tarifrunde an den Unikliniken in Baden-Württemberg haben begonnen. Rund 26.000 Beschäftigten arbeiten in Universitätskliniken in Heidelberg, Tübingen, Freiburg und Ulm, für deren Arbeitsverhältnisse der Tarifvertrag Uniklinika Baden-Württemberg gilt. Ver.di hat dazu umfangreiche Forderungen aufgestellt, diese lauten unter anderem:

  • Die Entgelte sollen um 10,5 Prozent steigen, mindestens aber 375 Euro pro Monat bei einer Laufzeit des Tarifvertrages von zwölf Monaten
  • für die Azubis fordert die Gewerkschaft 200 Euro pro Monat. Die PiAs kämpfen seit Monaten für eine gerechte Eingruppierung, die von den Arbeitgebern in die Entgelttarifrunde gezogen wurde.

Uniklinika Baden-Württemberg: Vorteilsregelung für ver.di Mitglieder

Die Gewerkschaft erwartet außerdem Verhandlungen über eine bessere Regeleingruppierung der Sozialarbeiter:innen, eine Vorteilsregelung für ver.di Mitglieder von zusätzlich 50 Euro monatlich und einem weiteren freien Tag sowie eine freie Familienheimfahrt pro Monat für alle Azubis. ver.di ist bereit, in den Tarifverhandlungen auch über ein Modell zum Fahrradleasing zu sprechen.

Irene Gölz, ver.di Verhandlungsführerin: „Die wirtschaftliche Lage der Beschäftigten und Auszubildenden hat sich seit der Unterbrechung der Verhandlungen vor sieben Monaten dramatisch verschlechtert. Eine deutliche Erhöhung der Arbeitseinkommen ist die derzeit einzige Möglichkeit, hier die dringend notwendige Entlastung zu schaffen. Wir erwarten morgen ein faires Angebot. Wenn nicht, dann könnte sich diese Tarifrunde ungewöhnlich schnell zuspitzen. Denn die Beschäftigten haben keine Zeit und Luft für unnötige Schleifen.“

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Uniklinika Baden-Württemberg: 26.000 Beschäftigte profitieren

Der Arbeitgeberverband hatte nach der Kündigung der Entgelttabellen im Januar überraschend eine Coronasonderzahlung angeboten, was nach zwei Verhandlungsrunden in einen 7-monatigen Kurzläufer-Tarifvertrag mit einer Coronaprämie von 900 Euro bzw. 600 Euro für die Azubis mündete, verbunden mit der Zusage der Arbeitgeber, im Herbst die Verhandlungen über eine tabellenwirksame Erhöhung nachzuholen. Die Friedenspflicht endete am 30. September.

Für die vier baden-württembergischen Uniklinika in Ulm, Tübingen, Heidelberg und Freiburg gilt ein eigener, mit dem Arbeitgeberverband Uniklinika abgeschlossener Tarifvertrag, von dem rund 26.000 Beschäftigte an den vier Kliniken betroffen sind. Die Ärztinnen und Ärzte fallen unter den Tarifvertrag Ärzte Länder, das wissenschaftliche Personal als Landesbeschäftigte unter die Tarifbestimmungen des Landes.

Uniklinika Baden-Württemberg: Psychotherapeuten in Ausbildung

ver.di fordert für die rund 130 Psychotherapeut*innen in Ausbildung der vier Universitätskliniken im Land eine Eingruppierung entsprechend ihrem Grundberuf als Psycholog:in sowie der geleisteten Wochenarbeitszeit und die Anwendung des Tarifvertrages Unikliniken Baden-Württemberg auf die Arbeitsverhältnisse. ver.di fordert für die PiAs dagegen 2.800 Euro brutto monatlich, um sie damit korrekt entsprechend ihrem Grundberuf als Psycholog:innen zu bezahlen. Das wäre das Gehalt in der Entgeltgruppe 13 für 26 Wochenstunden.

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