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Steuerentlastungen: So profitiert der öffentliche Dienst von der neuen Pendlerpauschale

Pendlerpauschale öffentlicher Dienst
Was bringt die Pendlerpauschale dem öffentlichen Dienst? Copyright: Gemini - KI-generiert

Das Bundeskabinett hat die Pendlerpauschale erhöht und das Ehrenamt wird finanziell lukrativer. Das Bundesverwaltungsamt hat zudem wichtig Infos zur Heilmittelverordnung veröffentlicht. Das müssen Angestellte und Beamte im öffentlichen Dienst wissen. 

Nach der Sommerpause arbeitet die Bundesregierung die lange Liste an Vorhaben aus dem Koalitionsvertrag ab. In der Kabinettssitzung am 10. September hat sie unter anderem Neuerungen zur Pendlerpauschale und dem Ehrenamt beschlossen. Auch Beamte und Angestellte im öffentlichen Dienst können von den Plänen profitieren. Das müssen Angestellte und Beamte im öffentlichen Dienst wissen. Du willst fortlaufend über politische Entscheidungen zum öffentlichen Dienst informiert werden, dann abonniere unseren Newsletter.

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Das kommt bei der Pendlerpauschale und im Ehrenamt – so profitiert der öffentlichen Dienst

Das Bundeskabinett unter Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat beschlossen, dass die Pendlerpauschale 2026 auf 38 Cent steigen soll. Zudem sollen die Ehrenamtspauschalen steigen. „Zum 1. Januar 2026 wird die Pendlerpauschale dauerhaft auf 38 Cent ab dem ersten Kilometer erhöht. Wer täglich pendelt, profitiert damit deutlich stärker als zuvor – das sorgt auch für mehr Gerechtigkeit zwischen Stadt und Land. Und es bedeutet eine spürbare Entlastung gerade für Leistungsträger im ländlichen Raum“, teilte die Bundesregierung mit.

Mehr Geld für Pendler im öffentlichen Dienst

Viele Beschäftigte im öffentlichen Dienst pendeln täglich zwischen Wohnort und Arbeitsplatz – oft über größere Entfernungen. Ab 1. Januar 2026 profitieren sie von einer erhöhten Pendlerpauschale: 38 Cent pro Kilometer, bereits ab dem ersten gefahrenen Kilometer. Die bisherige Regelung sah den erhöhten Satz erst ab dem 21. Kilometer vor. Für öffentlich Beschäftigte bedeutet das konkret: Bei zehn Kilometern Arbeitsweg und einer Fünf-Tage-Woche entstehen 176 Euro zusätzliche Werbungskosten jährlich. Wer 20 Kilometer pendelt, spart 352 Euro pro Jahr.

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil betont: „Menschen, die hart arbeiten und weite Wege haben zwischen ihrem Zuhause und ihrem Job, werden spürbar entlastet.“ Gerade für Beschäftigte mit mittleren Einkommen – wie viele im öffentlichen Dienst – bringt dies deutliche Vorteile. Viele Beschäftigte im öffentlichen Dienst engagieren sich ehrenamtlich – sei es in Vereinen, bei der Freiwilligen Feuerwehr oder in sozialen Einrichtungen. Für sie verbessern sich die steuerlichen Bedingungen erheblich. Die Übungsleiterpauschale steigt auf 3.300 Euro jährlich, die allgemeine Ehrenamtspauschale auf 960 Euro. Wer beispielsweise Jugendgruppen leitet oder Sportkurse gibt, kann künftig höhere Beträge steuerfrei erhalten. Auch Vereine profitieren: Die Freigrenze für steuerpflichtige wirtschaftliche Geschäftsbetriebe verdoppelt sich auf 50.000 Euro. Dies erleichtert die Vereinsarbeit erheblich und reduziert den bürokratischen Aufwand.

Beihilfe im öffentlichen Dienst: Höchstbeträge angepasst

Während die Steueränderungen erst 2026 greifen, sind bei der Beihilfe bereits Verbesserungen in Kraft: Das Bundesverwaltungsamt hat die Höchstbeträge für verschiedene Heilmittel angepasst.

Seit 1. August 2025 gelten höhere Beträge für Ernährungstherapie und Podologie. Ab 1. September 2025 steigen die Höchstbeträge für Ergotherapie und sonstige Heilmittel. Besonders relevant für Beihilfeberechtigte: Ab 1. Oktober 2025 wird die Podologie um zwei neue Leistungen erweitert – Nagelspangenbehandlungen können dann flexibler abgerechnet werden.

Auf dem Foto sind 3 Beamte zu sehen

Der öffentliche Dienst kann sich über Steuerentlastungen freuen ( KI-generiert – Midjourney).

Mehrwertsteuer gesenkt: Gastronomie wird günstiger

Auch beim Mittagessen in der Behördenkantine oder im Restaurant profitieren öffentlich Beschäftigte: Der Umsatzsteuersatz für Speisen sinkt von 19 auf sieben Prozent. Dies sollte sich in niedrigeren Preisen niederschlagen. Die Regelung gilt für alle gastronomischen Betriebe sowie für Kita-, Schul- und Krankenhausverpflegung. Getränke bleiben vom regulären Steuersatz unberührt.

Wann die Steuerentlastungen wirken

Die meisten steuerlichen Verbesserungen treten zum 1. Januar 2026 in Kraft. Der Bundestag muss das Steueränderungsgesetz noch verabschieden. Die neuen Beihilfe-Höchstbeträge gelten bereits seit August beziehungsweise September 2025. Für Beschäftigte im öffentlichen Dienst bedeuten die Reformen insgesamt spürbare finanzielle Entlastungen – sowohl beim täglichen Pendeln als auch beim ehrenamtlichen Engagement.

Abschlagszahlung für Bundesbeamte

Bereits in der ersten Kabinettssitzung nach der Sommerpause hatte Schwarz-Rot eine Abschlagszahlung für die Bundesbeamten nach dem TVöD-Tarifergebnis auf den Weg gebracht. Die Anpassung der Bundesbesoldung und die Modernisierung des gesamten Besoldungsgefüges soll im Herbst folgen. Wir informieren im Newsletter.

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